Nicht aktuell, die Entwickler-Versionen werden nicht behandelt!!!
Inhalt

0. Vorwort
1. Analysieren der .vdr file(s)
2. Demuxen und Synchronisieren der Audio und Video Spuren
3. Ueberprüfen der Ergebnisse  (optional)
4. Erzeugen eines DVD kompatiblen files (optional)
5. Ueberprüfen der Ergebnisse  (optional)
6.  Alles in einem Schritt

7. Eine DVD mit dem Film brennen



0.Vorwort
Dies ist das Manual für vdrsync version 0.1.2.0
Vdrsync ist a Perl Skript, das VDR Aufnahmen in einzelne 
Video- und Audio-Spuren zerlegt und dabei versucht, die Spuren 
synchron zu halten. Es kann ausserdem ein paar andere Tools 
am Ende eines Durchlaufs aufrufen und dadurch Aufnahmen 
automatisch Video-DVD kompatibel aufbereiten lassen. Dieses 
Manual beschreibt nur in groben Zügen die Nutzung, eine 
vollständige Liste aller Parameter gibt das Skript aus, wenn 
es ohne Optionen aufgerufen wird.


Ein schneller Blick in die andere Dokumentation ist 
vielleicht auch nicht schlecht (z.B. INSTALL). Oder ein Blick 
in die vdrsync Datei selbst.

ZUM AUTOMATISCHEN REMUXEN MUSS tcmplex AUS DEM
TRANSCODE PACKET INSTALLIERT SEIN.
Alternativ kann auch die Variante tcmplex-panteltje verwendet 
werden.

1. Analysieren der .vdr file(s)

Am besten startet man mit folgender Eingabe

vdrsync -i /path/to/recording/

Der Rechner sollte daraufhin in etwa folgendes ausgeben:

<SNIP>


audio stream bd info (AC3 audio):
Sample frequency:    48000
Bitrate:             448000
Mode:                2/0
Frame length (bytes) 1792
Frame length (ticks) 2880 (90000 / sec)



audio stream c0 info (MPEG1_Layer_2):
Sample frequency:    48000
Bitrate:             192000
Mode:                stereo
Copyright:           1
Frame length (bytes) 576
Frame length (ticks) 2160 (90000 / sec)


video stream e0 info:
Frame length (ticks) 3600 (90000 / sec)


</SNIP>

Das bedeutet, das in der Aufnahme drei Streams 
gefunden wurden, einmal Video und zweimal 
Audio. Meistens hat der Video Stream die ID e0,
der erste Audio Stream die ID c0, und ein AC3 
Stream die ID bd.
Wenn vdrsync nicht mindestens 2 Streams findet, dann 
ist entweder die Aufnahme beschädigt oder vdrsync
funktioniert nicht richtig.


2. Demuxen und Synchronisieren der Audio und Video Spuren

Als nächstes sollte man 

vdrsync /path/to/recording/

eingeben. Zusätzlich zu den Ausgaben oben sollte
noch folgendes auf dem Bildschirm erscheinen:

 10 Mbytes read
 20 Mbytes read
 30 Mbytes read
 ......
Ab und zu kann auch noch die Meldung auftauchen, 
dass ein Schnitt in den Streams gefunden wurde. 
Das ist ok.


Nachdem vdrsync sich beendet hat, (4:24 min für 2000 MB
auf meinem Compi), sollten ein paar neue Dateien da sein.
Diese Dateien heissen e0.mpv oder bd.ac3 oder ähnlich.
Sie enthalten die getrennten Audio und Video Spuren der 
Aufnahme.



3.Ueberprüfen der Ergebnisse  (optional)
Wenn Ihr transcode installiert habt, dann könnt Ihr
mit

tcprobe -i e0.mpv

die Video-Datei analysieren. (Der Dateiname hinter 
dem -i muss natürlich so heissen, wie die Video Datei.
Die endet immer auf .mpv

Die Ausgabe sollte in etwa so aussehen:
tcprobe -i e0.mpv
[tcprobe] MPEG elementary stream (ES)
[tcprobe] summary for e0.mpv, (*) = not default, 0 = not detected
import frame size: -g 704x576 [720x576] (*)
     aspect ratio: 16:9 (*)
       frame rate: -f 25.000 [25.000] frc=3
   no audio track: use "null" import module for audio
   

und für Audio so:

tcprobe -i c0.mpa
[tcprobe] MP2 stream
[tcprobe] summary for c0.mpa, (*) = not default, 0 = not detected
      audio track: -a 0 [0] -e 48000,16,2 [48000,16,2] -n 0x50 [0x2000] (*)
                   bitrate=192 kbps
  
für AC3-Audio evt. so:

tcprobe -i bd.ac3
[tcprobe] AC3 stream
[tcprobe] summary for bd.ac3, (*) = not default, 0 = not detected
      audio track: -a 0 [0] -e 48000,16,2 [48000,16,2] -n 0x2000 [0x2000]
                   bitrate=448 kbps

Nun kann man sich das Video auch anschauen,
zB mit mplayer oder xine:

mplayer e0.mpv

oder

xine e0.mpv

Man sollte den Film sehen, aber keinen Ton hören.


4. Erzeugen eines DVD kompatiblen files (optional)

Jetzt kann man sich an die Erzeugung einer DVD-kompatiblen 
Datei machen:

Wenn man eine DVD erzeugen will, dann gibt man

tcmplex -i e0.mpv -p c0.mpa -s bd.ac3 -m d -o new_file.mpg

ein. Dabei bedeutet:


-i e0.mpv 

dass e0.mpv der Video-Stream ist,

-p c0.mpa 
 
der erste Audio-Stream aus Datei c0.mpa stammen soll
(hier muss eine Datei mit der Endung .mpa oder .ac3 stehen) 

-s bd.ac3 
und der (optionale)  zweite Audio Stream aus der Datei bd.ac3
genommen werden soll.

-m d
sagt tcmplex, dass das Ergebniss kompatibel zur DVD Erzeugung 
sein soll. Für SVCD schreibt man:

-m s

-o new_file.mpg 

Der Name, den man hinter -o angibt, ist der Name der neuen Datei, 
die tcmplex erzuegen soll.

5. Ueberprüfen der Ergebnisse  (optional)
Jetzt sollte man wirklich mal die Audio/Video Synchronität testen,
mit

mplayer new_file.mpg

oder 

xine new_file.mpg


Bewegen sich die Lippen der Schauspieler zu rechten Zeit?
Hört man den Auto-Unfall wenn man Ihn sieht, oder etwas 
früher oder später?
Wenn Audio und Video nicht synchron laufen, dann habt
Ihr alles bis hierher vergebens gemacht. Sorry. 
Und ich have vdrsync vergebens geschrieben. Arrg.
Schreibt mir ne mail und ich versuche es zu reparieren.

Und, war es bisher zuviel Tipp-Arbeit?

6. Alles in einem Schritt

Versucht doch mal -m wie in 

vdrsync /path/to/recording/ -m

-m
sagt dem Script, dass es den  tcmplex Schritt automatisch 
anhängen soll.



Die Datei e0mpv_c0mpa_bdac3_remux.mpg sollte man testen wie 
oben beschrieben:

xine e0mpv_c0mpa_bdac3_remux.mpg
HINWEIS:  Alles zusammen braucht bei mir 14 min 
auf einem 2.4 GHz PIV (für einen 90 min Film)

7. Eine DVD mit dem Film brennen

Wenn das Ergebnis ok ist, dann kann man natürlich
eine DVD brennen. 
Tipp: Die nachfolgenden Schritte werden automatisch ausgeführt, 
wenn man vdrsync mit der -master-dvd Option aufruft

Ich mache das mit dvdauthor, 
und zwar so:

dvddirgen -o ./DVD

-o ./DVD
hiermit wird das Verzeichnis bestimmt, in dem die DVD
Verzeichnis Struktur erzeugt werden soll.

Danach muss man folgendes eingeben

dvdauthor -o ./DVD new_file.mpg

oder 

dvdauthor -o ./DVD e0mpv_bdac3_c0mpa_remux.mpg

Ausgabe:

INFO: dvdauthor creating VTS
STAT: Picking VTS 01

STAT: Processing e0mpv_bdac3_c0mpa_remux.mpg...
STAT: VOBU 4 at 0MB, 1 PGCS, 0:00:02
INFO: Generating VTS with the following video attributes:
INFO: TV standard: pal
INFO: Aspect ratio: 16:9
INFO: Resolution: 704x576
INFO: Audio ch 0 format: ac3/6ch, drc
INFO: Audio ch 1 format: mp2/2ch, 20bps

STAT: fixed 4 VOBUS

Jetzt haben wir die richtige Verzeichnis-Struktur
und der Film steckt auch schon drin. Jetzt kommt:

dvdauthor -T -o ./DVD

INFO: dvdauthor creating table of contents
scanning ./DVD/VIDEO_TS/VTS_01_0.IFO

Damit erzeugt man die restlichen DVD Dateien, und ist (fast)
fertig.

Durch Eingabe von
ls -lR 
sollte man in etwa sowas zu sehen bekommen:

ls -lR
.:
total 0
drwxr-xr-x    2 nobody  users          48 2003-05-22 17:11 AUDIO_TS
drwxr-xr-x    2 nobody  users         208 2003-05-22 17:13 VIDEO_TS

./AUDIO_TS:
total 0

./VIDEO_TS:
total 1013
-rw-r--r--    1 nobody  users        6144 2003-05-22 17:13 VIDEO_TS.BUP
-rw-r--r--    1 nobody  users        6144 2003-05-22 17:13 VIDEO_TS.IFO
-rw-r--r--    1 nobody  users       12288 2003-05-22 17:11 VTS_01_0.BUP
-rw-r--r--    1 nobody  users       12288 2003-05-22 17:11 VTS_01_0.IFO
-rw-r--r--    1 nobody  users      993280 2003-05-22 17:11 VTS_01_1.VOB

Wahrscheinlich war eure Video Datei grösser als meine hier 
(die hatte nur 2 Sekunden), deshalb gibt es dann mehr/grössere Dateien.
TIPP: wie schon gesagt, das geht alles auch automatisch mit der
-master-dvd Option
Nun kann man die Dateien brennen, aber dazu braucht man ein Image:

mkisofs -dvd-video -o ./DVD_image.img  ./DVD 

Total translation table size: 0
Total rockridge attributes bytes: 0
Total directory bytes: 4096
Path table size(bytes): 42
Max brk space used 47e4
800 extents written (1 Mb)

Ihr habt wahrscheinlich wiederum mehr Daten als ich...


Jetzt endlich brennen mit:

dvdrecord  dev=0,0,0 -v -dao  ./DVD_image.img

(Das funktioniert bei mir unter SuSE 8.2)

Natürlich muss man dev=0,0,0 an den DVD-Recorder anpassen
(bei mir ist es 1,0,0).

Für die Leute, die gern Tippen (oder sowas schnell kopieren):

Man kann auch etwas Zeit und Platz sparen, wenn man 
folgendes eingibt (alles hintereinander ohne Absatz)

mkisofs -dvd-video  ./DVD | dvdrecord tsize=$(echo "`mkisofs -dvd-video --print-size ./DVD 2>/dev/null`*2048" | bc -l ) dev=0,0,0 -v -dao -


Wenn alles gut gegangen ist, dann viel Spass damit!
Und wenn Ihr etwas Zeit über habt, dann lasst mich wissen, 
ob es funktioniert hat!


19-09-2003

Peter

(peter at vdrportal.de)

